Die Jakobswege
Der Französische Weg

Die „politische Gründe“ die den Pilgern zwangen den „Nordweg“ + „Ursprüngliche Weg“ zu nehmen, gerieten Anfang des 11. Jh. in Bewegung, somit wurde der „Französische Weg“ geboren.

  • Die Rückeroberung (Reconquista) wurde ab dem 11. Jh., nach ca. 300 Jahren ununterbrochenen Schlachten zwischen Christen und Arabern, sehr erfolgreich geführt.
  • Das Kalifat von Córdoba hört im Jahre 1031 auf zu existieren. Die arabische politische und militärische Beherrschung in Kastilien verliert ihre Kraft am Ende der Amayaden-Dynastie während des 11. und 12. Jh.
  • Die Duero-Linie wurde von den Christen gesichert. Kastilien wurde weitestgehend befreit, und man beginnt sogar Steuern bei den verbliebenen Mauren zu erheben. Die Mauren zogen mehr und mehr nach Andalusien herunter (Córdoba, Granada und Sevilla). Die Grenzen wurden neu festgelegt und dabei begann ein reger wirtschaftlicher Austausch zwischen den verschiedenen christlichen und arabischen Königsreichen.
  • Der Pilgerweg über Kastilien, der bei weitem nicht so beschwerlich war, wurde dann bevorzugt gewählt und die Könige Sancho III „El Mayor“ von Navarra sowie Sancho Ramiro und Alfonso VI von León, begannen mit dem Ausbau und Förderung des heute uns bekannten klassischen Weges (Camino Francés). Die ersten Pilgerherbergen und Spitäler wurden gebaut.

Den Französischen Weg habe ich insgesamt drei Mal, 1991, 1993 und 2005, durchwandert. Die ca. 800 Km habe ich seinerzeit auf 29 Etappen verteilt. Heute würde ich sie in 31, noch besser in 32 Etappen, machen wollen.

Mit den Bildern und Erfahrungen aus den drei Jahren habe ich mein Bildband
„Zwischen Traum und Wirklichkeit“ veröffentlicht.

Luis Alvarez